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Rebhuhn-Brutsaison symbolisch eröffnet

19.05.2026

Thüringer Becken - Thüringens Umweltminister Tilo Kummer eröffnete die Veranstaltung am 18.05.2026 in der Feldflur nahe des IKEA-Geländes bei Erfurt. Projektpartner, Landnutzende und Naturschützer*innen machten gemeinsam auf die Bedeutung des Rebhuhns als Vogel des Jahres 2026 aufmerksam.

Im Rahmen des Termins stellte der Minister gemeinsam mit den Projektpartnern ein Informationsschild an der rebhuhnfreundlichen Blühfläche auf, an der die Veranstaltung stattfand. Damit werden die dort umgesetzten Maßnahmen künftig auch für die Öffentlichkeit sichtbar erläutert. Zudem übergab Kummer Saatgut an den Landwirt, der die Fläche bewirtschaftet, um die weitere Anlage geeigneter Lebensräume für das Rebhuhn zu unterstützen.

Das Rebhuhn zählt inzwischen zu den stark gefährdeten Vogelarten der offenen Agrarlandschaft und gilt zugleich als Indikator für den Zustand der Artenvielfalt in der heimischen Feldflur. Einst war der Feldvogel in Thüringen weit verbreitet, heute fehlt er vielerorts. Ursachen dafür sind vor allem der Verlust von extensiven Strukturen wie Blüh- und Brachstreifen sowie das sinkende Nahrungsangebot für die Jungvögel. Besonders jetzt zur Brutzeit sind die Tiere auf störungsarme Rückzugsorte angewiesen, die in intensiv genutzten Agrarlandschaften häufig fehlen.

Dass das Rebhuhn zum Vogel des Jahres 2026 gewählt wurde, sehen die Projektpartner als wichtiges Signal für mehr Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. „Das Rebhuhn steht stellvertretend für viele Tier- und Pflanzenarten der Agrarlandschaft, die auf abwechslungsreiche Lebensräume an-gewiesen sind“, betonten die Beteiligten bei der Veranstaltung.

Seit inzwischen drei Jahren engagieren sich die Natura 2000-Station Gotha/Ilm-Kreis, der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V. sowie die Stiftung Lebensraum Thüringen e.V. gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben, Jägerinnen und Jägern sowie ehrenamtlichen Kartierenden für den Schutz der Art im Thüringer Becken.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Erfassung der Rebhuhnbestände sowie die Schaffung geeigneter Lebensräume in der intensiv genutzten Feldflur. Dazu gehören unter anderem Blühflä-chen, Brachen und Feldraine, die Nahrung und Deckung bieten. Zur Halbzeit des Projektes zogen die Beteiligten eine positive Zwischenbilanz. Vielerorts seien neue Lebensräume entstanden und die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Jagd habe sich bewährt.

Bei der Veranstaltung informierten die Projektpartner über bisherige Erfahrungen aus Monitoring und Schutzpraxis. Landwirt:innen, ehrenamtliche Kartierende und Jäger:innen berichteten aus ihrer praktischen Arbeit vor Ort und machten deutlich, dass erfolgreicher Rebhuhnschutz nur gemein-sam gelingen kann.

Umweltminister Tilo Kummer würdigte das gemeinsame Engagement aller Beteiligten für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Thüringens Agrarlandschaft. Der Schutz des Rebhuhns zeige beispielhaft, wie wichtig die Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Ehrenamt, Jagd und Naturschutz sei.

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