Wer greift da dem Rebhuhn

unter die Flügel − wie und warum?

Rebhuhn retten - Vielfalt fördern!

Der Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA), der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) und die Abteilung Naturschutzbiologie der Georg-August-Universität Göttingen haben sich in einem zweijährigen Verbundprojekt zusammengeschlossen, um das Rebhuhn zu retten und gleichzeitig die Vielfalt in der Agrarlandschaft zu fördern. Das im Bundesprogramm für Biologische Vielfalt durchgeführte Projekt schafft die Voraussetzungen und den fachlichen Unterbau zum geplanten sechsjährigen Folgeprojekt ab 2023.

Ziele des Projekts

Die übergeordneten Ziele des Verbundprojektes "Rebhuhn retten - Vielfalt fördern" im Bundesprogramm Biologische Vielfalt sind eine signifikante und dauerhafte Erhöhung des Rebhuhnbestands auf dem Niveau sich selbst tragender Populationen und ein Anstieg in der Artenvielfalt und Siedlungsdichte von ausgewählten Zielarten. Dazu sollen in enger Einbindung lokaler Akteure mindestens fünf besonders geeignete Projektgebiete in unterschiedlichen Naturräumen Deutschlands durch ein Bewerbungsverfahren ausgewählt und für die Maßnahmenumsetzung im Folgeprojekt vorbereitet werden.

Kurzbeschreibung

Wissenschaftliche Untersuchungen, unter anderem der Universität Göttingen, zeigen, dass sich Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn auf zahlreiche Tierarten der Agrarlandschaft positiv auswirken ‒ zum Beispiel auf blütenbesuchende Insekten, Niederwild und weitere Agrarvögel. Somit ist das Rebhuhn eine Leitart für den gesamten Lebensraum „Agrarlandschaft“. Maßnahmen, die dem Rebhuhn nutzen, können demnach einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung und Erhalt der Artenvielfalt in den Agrarlandschaften Deutschlands leisten.

Das zweijährige Verbundprojekt konzentriert sich auf die Analyse des verfügbaren Wissens zum Rebhuhnschutz und eine bundesweite Vernetzung aller relevanten Akteure. Auf dieser Grundlage sollen potenzielle Projektgebiete mittels eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt und lokale Akteure als künftige Projektpartner hinsichtlich der Vorbereitung und Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für die Maßnahmenumsetzung geschult werden. Das im Projekt gesammelte Wissen wird den lokalen Akteuren über Workshops zur Verfügung gestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Thema Flächenakquise.

Ausblick: Anschließend an dieses Projekt sollen in einem Folgeprojekt Maßnahmen zum Rebhuhnschutz – optimiert für den Schutz der Insektenfauna - in den ausgewählten Projektgebieten durch die lokalen Partner umgesetzt werden. Die Erfolgskontrolle wird durch ein Monitoring der Rebhuhnbestände erfolgen.