Meldungen, Termine, Medien

rund ums Rebhuhn !

Stemweder Landwirte greifen dem Vogel des Jahres unter die Flügel

16.01.2026

Mit einer Presseaktion auf dem Hof von Landwirt Christian Wiese aus Drohne stellten die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und die Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V. die gemeinsamen Fortschritte im Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ vor. Zu Gast waren auch Vertreter des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV). Im Niedersächsischen Teil des Projektgebietes „Dümmerregion“ beteiligen sich inzwischen 29 landwirtschaftliche Betriebe mit rebhuhnfreundlichen Maßnahmen am Projekt. Auf nordrhein-westfälischer Seite sind es bereits 13 Höfe.

Starke Partner in Niedersachsen und NRW

Das Projektgebiet „Dümmerregion“ ist eines der zehn Projektgebiete von „Rebhuhn retten -Vielfalt fördern!“ und befindet sich in der Region östlich des Dümmer Sees. Aufgrund des landschaftlichen Zusammenhangs erstreckt sich das rund 11.000 Hektar große Gebiet nicht nur in Niedersachsen, sondern umfasst auch den Bereich Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) in Nordrhein-Westfalen. Das Projekt legt einen sehr starken Fokus auf die regionale und lokale Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben und Jagdrechtsinhaberinnen und Jagdrechtsinhabern.

Beratung über die Ländergrenze hinweg

Für den Bereich der Dümmerregion ist die Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V. (NUVD) unter der Leitung von Dr. Marcel Holy für die Umsetzung des Projektes verantwortlich. Landschaftlich zwar eng beieinander, jedoch in Bezug auf landwirtschaftliche Fördermöglichkeiten weit voneinander entfernt, sind die beiden Bundesländer. Entsprechend komplex ist die Beratung der landwirtschaftlichen Betriebe über die Ländergrenzen hinweg. Deshalb ist für den NRW-Teil des Projektgebietes in Stemwede die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft mit den Projektbetreuern Sven Nadolny und Hendrik Specht als Unterstützung mit im Boot.

Kreis Minden-Lübbecke unterstützt Rebhuhnschutz

Das Projektgebiet „Dümmerregion“ setzt sich nach Norden in den Landkreis Diepholz fort. Dies greift zum einen das ohnehin grenzübergreifende Arbeiten der beteiligten Landwirtschaftsbetriebe auf, zum anderen ermöglicht es interessante Vergleiche zwischen den Umsetzungswegen für Schutzmaßnahmen. Im Landkreis Diepholz wird der Großteil der Maßnahmen aktuell über eine Förderung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung ermöglicht. In Stemwede hingegen ist der Vertragsnaturschutz über den Landkreis die tragende Säule für die Maßnahmenfinanzierung. Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft übernimmt hier die Planung und Beratung von Maßnahmen: „Die Kooperationsbereitschaft der Stemweder Landwirtinnen und Landwirte ist sehr groß, und der Landkreis Minden-Lübbecke ermöglicht uns durch seine Unterstützung im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogramms die Umsetzung der Maßnahmen. Die Betriebe brauchen eine faire Vergütung, wenn sie Ackerflächen für Naturschutzmaßnahmen zur Verfügung stellen, und diese können wir mit dem Vertragsnaturschutz auch bieten,“ betont Sven Nadolny.

Sehr erfreuliche Zwischenbilanz, doch das Ziel sind sieben Prozent

In Summe wurden im Rahmen des Projekts bisher auf rund drei Prozent (60 ha) der landwirtschaftlichen Flächen im Stemweder Projektgebiet (1.800 ha) rebhuhnfreundliche Maßnahmen umgesetzt. Diese umfassen in erster Linie mehrjährige Blühflächen, Brachen und Wildäcker. Ein wesentlicher Bestandteil ist der Vertragsnaturschutz auf Ackerflächen. Er sieht für diese Maßnahmen einen finanziellen Ausgleich vor – denn auf den Flächen würden im Normalfall Lebens- und Futtermittel produziert. Projektziel ist es, rund sieben Prozent des Landschaftsraumes rebhuhnfreundlich zu gestalten. „Mit rund drei Prozent kommen wir dem Ziel schon näher, und es gibt ja auch unabhängig vom Projekt weitere für Rebhühner geeignete Flächen. Jedoch möchten wir den Anteil noch weiter erhöhen. Weitere Interessenten aus der Landwirtschaft haben sich bereits gemeldet. Sofern wir die Finanzierung für weitere Maßnahmen sicherstellen können, nehmen wir diese Betriebe gerne in das Projekt auf“, so Nadolny. Interessierte können jederzeit gerne Kontakt aufnehmen [dem Link zum Projektgebiet folgen, Kontakt in der rechten Spalte].

Verwandte Links


Zurück