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Ackerbrachen fördern die Artenvielfalt

20.08.2026

Ein neues Maßnahmenblatt des Rebhuhn-Beratungsordners stellt dar, wie sich Ackerbrachen optimal gestalten lassen. So werden sie zu einem wertvollen Lebensraum für das Rebhuhn und viele andere Arten der Agrarlandschaft.

Das neue Maßnahmenblatt von Andreas Wiedenmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung Naturschutzbiologie der Georg-August-Universität Göttingen, zeigt drei Möglichkeiten auf, wie Ackerbrachen für die Artenvielfalt verbessert werden können:

1. Halbseitiges Mulchen mehrjähriger Brachen

Diese Maßnahme schafft ein Nebeneinander von älterer Vegetation als Deckung und jüngerer, lichter Vegetation für das Führen der Rebhuhnküken.

2. Mulchen im Zweijahresrhythmus

Hat sich auf einer mehrjährigen Brache eine abwechslungsreiche Vegetation entwickelt, genügt meist einmal Mulchen alle zwei Jahre. Idealerweise erfolgt dies kurz nach dem 15. August. So ist im Spätwinter des Folgejahres ausreichend Vegetation als Lebensraum für das Rebhuhn vorhanden.

3. Einjährige Brachen aus der Stoppel entwickeln

Am besten wird eine einjährige Brache direkt nach der Ernte aus der Stoppel heraus entwickelt. Alternativ ist eine Einsaat geeigneter Saatgutmischungen direkt in die Stoppel möglich. Dadurch ist die Fläche im Spätwinter des Folgejahres bereits als Brutrevier für Rebhuhnpaare erkennbar.

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